Only Death

Der Manga ist unser größtes Baby bis jetzt!

Und wir freuen uns wirklich, ihn auf der Comic Con in Stuttgart (1.7 - 2.7.2017) der Öffentlichkeit präsentieren zu können!


Die ersten WIPs zum Manga!!



Armin

Armin ist ca. 1,70m groß, erdbeerblond mit blauen Augen.
Er verdient sich sein Geld als Tänzer
Über seinen Hintergrund oder seine Familie ist nichts weiter bekannt.
Armin stammt aus London und kam vor wenigen Monaten nach Paris.


Unser Thierry

Thierry ist ziemlich groß, in etwa 1,90m, brünett mit braunen Augen.

Er war im Gefängnis und arbeitet nun als Gehilfe bei einem Stoffhändler

Thierry hat eine Schwester, Marié, für die er alles tun würde und er stammt aus Paris


Leseprobe 'Only Death can separate us' Kapitel 01 | Auszug

01


Unsere Eltern waren bei einem Feuer ums Leben gekommen.

Man hatte mich verdächtigt, das Feuer gelegt zu haben und ich hatte nach meiner Verhaftung Marié beinahe ein Jahr nicht gesehen. Und als ich wieder aus dem Gefängnis gekommen war, hatte sie jemanden gefunden, der sich anstatt meiner um sie kümmerte.

Ich hatte sie eine Weile aus der Ferne beobachtet, wobei ich mir vorkam wie ein Schwerverbrecher.


Nach ein paar Monaten hatte ich auch wieder eine Arbeit gefunden. Es gab in Paris auch noch noble Geschäftsmänner, die sich von ein paar Narben auf den Schultern nicht abschrecken ließen.

Ich war nicht stolz auf das, was man mir vorgeworfen hatte und ich hatte nie verstanden, wie ihr Verdacht überhaupt auf mich gefallen war. Doch ich wollte der Vergangenheit nicht hinter her trauern. Und ich mochte meinen Job, den ich bekommen hatte.

Als Gehilfe eines der großen Stoffhändler in Paris. Sein Laden befand sich in einer der Seitengassen von Notre Dame. An allen Tagen hatte ich viel zu tun, verpackte die Stoffe, welche die Herrschaften kauften. Auf Wunsch brachte ich es ihnen auch manchmal nach Hause, was aber nur in wenigen Fällen nötig war.

Ich durfte mich auch um die Auslage vor dem Laden kümmern. Das hatte ich auch an dem Tag gemacht, als Marié plötzlich vor mir gestanden hatte.


"Thierry," war es erstaunt über ihre Lippen gekommen.

Ich hatte den Rücken zur Straße gedreht, da ich ein paar Seidenstoffe neu sortierte und wandte meinen Kopf zur Seite, als ich ihre Stimme vernahm.

Mit ruhigen Hände legte ich den Stoff auf das Holz zurück und drehte mich zu ihr um. Marié war in Begleitung einer älteren Dame, welche mich misstrauisch betrachtete.

"Thierry?" fragte Marié erneut und ich nickte leicht.

Und plötzlich lag sie in meinen Armen. Ich wurde noch immer seltsam von ihrer Begleitung beäugt, ehe ich meine Arme sanft um sie schlang und sie leicht an mich drückte. Marié löste sich leicht von mir und studierte mein Gesicht.

"Was ist mit deinen Haaren passiert, Thierry? Sie waren doch mal so schön lang. Oh Thierry!"

Erneut schlangen sich ihre Arme um meinen Nacken, ehe sie sich von mir löste.

"Thierry, darf ich dir Geneviève vorstellen? Sie ist die Mutter meines künftigen Mannes. Geneviève, dass ist mein Bruder Thierry. Ich habe ihn seit über einem Jahr nicht mehr gesehen." Sie drehte sich wieder zu mir um.

"Ich hab mir Sorgen gemacht um dich. Wo hast du gesteckt."

Als mir Marié ihre künftige Schwiegermutter vorstellte, nickte ich ihr zu. Marié wirkte so aufgeregt, was mich ein wenig lächeln ließ.

"Wir sind gekommen, um den Stoff für mein Kleid zu kaufen. Möchtest du uns begleiten?"

Nein, ich wollte sie nicht begleiten, also schüttelte ich meinen Kopf. Marié lächelte verstehend und gab mir einen Kuss auf die Wange.

"Dann komm zumindest zu der Hochzeit. Versprich es mir, Thierry!"


Und was wäre ich für ein Bruder gewesen, ihr diesen Wunsch abzuschlagen? So war ich am Abend nach Notre Dame gegangen und hatte dieser Zeremonie beigewohnt. Es war schön gewesen, Marié hatte schöne Stoffe gefunden und das Kleid war zauberhaft. Und als sie die Kirche verlassen hatten, hatte sie mich hinter einer der Säulen entdeckt.

Ich hatte ihr nichts großes zu schenken, das Einzige was mir geblieben war, war ein Medaillon unserer Mutter, welches ich ihr in einer stillen Minute gab.

Danach machte ich mich auf den Weg nach Hause.


Doch ich nahm eine kleinen Umweg, machte noch einen Spaziergang an der Seine entlang. Ich mochte den Fluss. Er war ruhig und eine der wichtigsten Lebensadern von Paris. Denn auf ihr trafen viele Güter in der Stadt ein, auch ein Teil unserer Stoffe. Es machte mir auch immer Freude, wenn mein Herr mich mitnahm, um die Waren zu holen, das bunte Treiben am Hafen war stets einen Blick wert.

Und nachts waren hier viele Artisten unterwegs. Tänzer, Gaukler und anderes fahrendes Volk. Ich setzte mich auf eine der Brüstungen und beobachtete die Leute. Auch ließ ich die warme Abendluft durch meine Kleider und meine Haare blasen, es erfüllte mich immer mit einer tiefen Ruhe.

Langsam ertönte Musik und der Platz füllte sich mit mehr Menschen. Pärchen und anderen Leuten, die einfach Spaß haben wollten. Immer mehr Menschen begannen nun zu tanzen und ich sah ihnen zu.

Ich selbst war zu ungeschickt und nicht gelenkig genug, um mitzumachen. Und viele waren wohl von meiner schroffen Art abgeschreckt, aber ich war einfach nicht der gesprächige Typ.


Ich lehnte mich gerade ein wenig zurück, um die Musik zu genießen, als mir ein roter Haarschopf ins Auge fiel. Vorsichtig richtete ich mich auf, um einen besseren Blick zu bekommen.

Das helle Haar gehörte zu einem jungen Mann. Er bewegte sich am Rand der Menge, beobachtete die Menschen und die anderen Tänzer. Jeden Schritt den er machte war bereits ein kleiner Tanz für sich.


Seine Bewegungen waren elegant und voller Leidenschaft.

Der Junge blieb im Hintergrund, bis eine der Frauen ihn bemerkte und ihn zu sich nach vorn in die Mitte holte. Sie unterhielten sich kurz, ehe sie anfingen zu tanzen.

Und ich war mir sicher, dass ich nicht der Einzige war, der von ihnen gefangen war. Ihre Bewegungen waren fließend, als ob sie das schon immer zusammen gemacht hatten. Der Rhythmus des Jungen lag genau auf der Musik. Die Streckung seiner Arme und Beine war perfekt, immer auf Spannung.


Mittlerweile saß ich wieder aufrecht, rutschte langsam von der Mauer, ging vorsichtig durch die Menschen vor mir, doch immer darauf bedacht im Schatten zu bleiben. Ich wollte schließlich nicht auffallen, während ich mir einen besseren Platz suchte.

Der Junge tanzte noch immer mit dem Mädchen und ihre Zuschauer wurden auch immer mehr.


Jetzt konnte ich ihn auch ein bisschen besser erkennen. Er trug ein Hemd, dass ihm ein wenig zu groß war und eine dunkle Hose, die mit Hosenträgern befestigt war. Seine Stiefel wirkten bereits ein wenig abgetragen, aber das machte es ihm wohl leichter, sich damit zu bewegen.

Der Rothaarige wirbelte seine Partnerin gerade durch die Luft und fing sie geschickt wieder auf, was ihnen viel Applaus einbrachte.


Doch ich konnte sie leider nicht länger beobachten, da ich am nächsten Morgen früh raus musste. Ich stieß mich von der Wand ab, schob meine Hände in die Tasche und machte mich auf den Weg zu meiner kleinen Wohnung.


=*=


Auf dem Weg nach Hause musste ich durch eine der dunkleren Straßen von Paris gehen. An und für sich war die Straße nicht wirklich dunkel, aber es trieben sich hier viele dunkle Gestalten herum.

Bordsteinschwalben, Zuhälter, zwielichtige Gestalten eben.

Und ich musste auf meinem Weg nach Hause dort durch.


Ich schob meine Hände noch tiefer in die Taschen, senkte meinen Kopf und beschleunigte meinen Schritt. Ich wollte nicht mit diesen Gestalten … Personen in Kontakt kommen, wollte nichts mit ihnen zu tun haben.

Einige der Huren sprachen mich von der Seite her an, wollten mir ihre Dienste anbieten. Doch ich brauchte sie nicht.


Ich merkte, wie sich meine Nackenhaare aufstellten. Und das war immer ein untrügliches Zeichen dafür, dass ich verfolgt wurde. Um niemanden zu meiner Wohnung zu führen, hatte ich immer ein paar Ausweichwege parat.

Aus eben diesem Grund bog ich nun in eine der kleineren Gassen ein.


Hinter mir wurde es leise, als der Lärm von der Straße abebbte. Dennoch blieben die Schritte hinter mir.

Ich wurde langsamer, auch die Schritte hinter mir verloren an Geschwindigkeit.

Gerade als ich mich umdrehen wollte, wurde ich gegen die Wand neben mir geschubst.

Ein leises Keuchen kam über meine Lippen, als ich mit der Schulter gegen die Mauer prallte. Ich versuchte meine Hände aus den Taschen zu bekommen, was mir aber nicht so schnell gelang und der Fremde presste sich gegen mich.


Verwirrt blickte ich auf das rote Haar, das mir kaum bis zum Kinn reichte. Und dennoch war diese kleine Person so viel stärker als ich.

Als der Fremde seinen Kopf hob, blieb mir für einen Moment die Luft weg.

Es war der rothaarige Junge von vorhin.

Seine blauen Augen fixierten die meinen. Und es war ein intensiver Blick wie ich ihn von sonst niemandem kannte. Ein wunderbares blau … am äußersten Rand war es dunkler, zur Pupille hin zogen sich goldene feine Linien.

Er presste seinen Arm fest gegen meine Brust und ich versuchte meine Atmung unter Kontrolle zu halten.

Panik stieg in mir auf.

Was wollte er von mir?


„Du hast mich beobachtet.“ Es war eine Feststellung und beim Klang seiner Stimme lief mir ein kalter Schauer über den Rücken. „Warum?“


[... to be continued]


Die erste Skizze zu Armin & Thierry!

Enstanden Anfang November 2014 während einer langeweileligen Bus-/Zugfahrt.